|
Dr. Ulrich van Gemmeren, Geschäftsführer MADE-BY Deutschland Ulrich van Gemmeren leitet das deutsche Büro der Not-For-Profit-Organisation MADE-BY, die Modemarken und -händler dabei unterstützt, gute Umwelt- und Sozialstandards in ihren Produktionsketten umzusetzen und für Kunden transparent zu machen. Ulrich van Gemmeren arbeitete nach mit Promotion abgeschlossenem Studium der Physikalischen Chemie mehr als 10 Jahre in der Europazentrale des führenden japanischen Herstellers für Instrumentelle Analytik und Meßtechnik. Er baute in dieser Zeit Vertriebs- und Supportstrukturen für diverse Produktlinien auf, arbeitete ein halbes Jahr in einer Stabsabteilung für den Vorstand in der Konzernzentrale in Tokyo und war Vertriebs- und Marketingleiter für Europa. Als Geschäftsführer eines Unternehmens für Lasertechnik baute er das ursprüngliche Kleinunternehmen zusammen mit dem Inhaber innerhalb von 9 Jahren auf 75 Mitarbeiter auf. In diese Zeit fallen der Auf- und Ausbau eines weltweiten Vertriebssystems, die Übernahme eines Wettbewerbers, der Kauf eines neuen Firmengebäudes sowie der Beginn von Niederlassungs-gründungen im Ausland. In beiden Funktionen hatte Ulrich van Gemmeren immer wieder intensiven Kontakt mit der Textilindustrie: Anfangs in Bezug auf Schadstoff- und Rückstandsanalytik in textilen Produkten, später über die Integration von Lasertechnik in die Fertigungsabläufe in Textilfabriken. Besonders in dieser Zeit ist in ihm durch Besuch von Textilfabriken in China, Sri Lanka, Indien und der Türkei das Bewußtsein gewachsen, dass die zum Teil menschenunwürdigen Bedingungen in diesen Fabriken verändert werden müssen. Seit Mitte 2008 widmet er sich deshalb dem Thema Unternehmensverantwortung in der Textilindustrie und dem Aufbau der Organisation von MADE-BY im deutschsprachigen Raum. Ulrich van Gemmeren spricht regelmäßig auf Messen, Kongressen und in Seminaren über Themen wie Sozialstandards und Produktionsbedingungen in Entwicklungs- und Schwellenländern und Umwelt und ressourcenschonende Textilproduktion. In Kooperation mit Industrieverbänden und anderen gesellschaftlichen Gruppen gelingt es ihm zusammen mit seinem Team die Modeindustrie mehr und mehr für das Thema zu sensibilisieren und zu aktivieren. Neben Partnerschaften mit Modemarken fokussiert das deutsche Büro auf konkrete Projekte mit Großunternehmen, in denen die vorhandenen Lieferketten analysiert und Lösungswege für Probleme aufgezeigt werden. |
||